Die Geschichte dahinter…Blutspenden in den Räumen der Neuapostolischen Kirche – Interview mit Michael Hagel

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In Kooperation mit der Neuapostolischen Kirchengemeinde Neulingen fand am Freitag, 30.06.17 ein Blutspendentermin in den Räumlichkeiten der Kirche statt. Michael Hagel , Vorsteher der Kirchengemeinde war mit der Zusammenarbeit NAK/DRK Nußbaum/Blutspendedienst sehr zufrieden. Schon im Vorfeld konnten viele organisatorische Dinge offen und unbürokratisch miteinander geklärt werden und der Weg zu diesem gemeinsamen Projekt war geebnet.
Doch wie kam es zu diesem ungewöhnlichen Projekt?
Wir haben mit Michael Hagel gesprochen: 

DRK: Hallo Herr Hagel, Sie sind Vorsteher der Neuapostolischen Kirche in Neulingen, was können Sie uns noch über sich verraten?

M. Hagel: Ich bin seit vielen Jahren in Nußbaum wohnhaft und glücklich verheiratet und darf stolzer Vater von zwei Töchtern sein. Von Beruf bin ich in der IT Branche tätig. Dass ich Gemeindevorsteher der Neuapostolischen Kirche bin, haben Sie ja bereits erwähnt. Diese Beauftragung wird ehrenamtlich ausgeführt und hat zur Aufgabe, die Gemeinde organisatorisch und seelsorgerisch zu betreuen. Für die Seelsorge trage ich das Amt eines Evangelisten und werde von 10 Priestern und Diakonen sowie vielen weiteren Gemeindemitgliedern in allen Aufgaben rund um das Gemeindeleben unterstützt.

DRK: Wie sind Sie zu einem solchen Projekt gekommen?

M. Hagel: Bei einer Besprechung zur Jahresplanung mit einigen Gemeindemitgliedern entstand die Idee, einen Blutspendetag durchzuführen. So wurde dann in der Folge Kontakt mit dem DRK aufgenommen.

DRK: Und warum Blutpende?

M. Hagel: Blutspende ist eine relativ einfache Möglichkeit für hilfsbereite Menschen, sich für andere einzusetzen. Dadurch kann Leben gerettet weden. Wir als Kirchengemeinde konnten hier helfen, nicht nur als einzelne Blutspender sondern als Gemeinschaft für die Mitmenschen da zu sein. Wir konnten die Räumlichkeiten anbieten und uns um die Verpflegung kümmern und sind dem DRK dankbar, dass Sie mit Ihrer Ortsgruppe und dem Blutspendedienst fachmännisch die medizinischen Aufgaben erfüllt haben. Durch diese Blutspendenaktion zeigt auch die Neuapostolische Kirche mit ihren Mitgliedern, dass sie Anteil am Wohl der Gesellschaft nehmen und den Aufruf Jesu zur Nächstenliebe auch praktizieren. Zwar ist das Hauptaugenmerk der Kirche auf die seelsorgerische Betreuung und das Evangelium Jesu Christi ausgerichtet, aber Nächstenliebe in der Hilfe für das natürliche Leben zu praktizieren, gehört da auch dazu.

DRK: Wie wurde das Projekt in Ihrer Kirchengemeinde aufgenommen?

M. Hagel: Viele Stimmen brachten zum Ausdruck, dass es eine gute Sache ist und man damit einen Beitrag in der Gesellschaft leisten kann zur Hilfe vieler Kranker, einige haben selbst Blut gespendet.

DRK: Wie verliefen aus Ihrer Sicht die Vorgespräche und Vorbereitungen?

M. Hagel: Die meisten Vorgespräche habe ich nicht selbst geführt, aber ein gutes Feedback erhalten. Nach der Besichtigung der Räumlichkeiten konnten die Aufgaben verteilt werden und dann ging es reibungslos auf den Tag zu. Das DRK Nußbaum hat auch beim Auf- und Abbau fleißig mitgeholfen und die komplette Werbung für den Tag übernommen. Das hat es uns leicht gemacht.

DRK: Wie empfanden Sie die Organisation durch das DRK Nußbaum und den Blutspendedienst?

M. Hagel: Die Vorbereitungen liefen, wie schon gesagt, sehr gut. Das Blutspendeteam, das dann am Spendentag mit allem medizinischen und technischem Material kam, hat sehr professionell gearbeitet und das trotz der ungewohnten Umgebung in einer Kirche mit im Vergleich zu Gemeindehallen beengten Räumlichkeiten.

DRK: Sind Sie zufrieden mit dem Ergebnis?

M. Hagel: Naja, wir haben hier keine Erfahrung und Vergleichswerte, um das objektiv bemessen zu können. Gefühlt war es für alle Beteiligten ein interessanter Tag, es wurde mit Freude gearbeitet und die Stimmung war positiv. Es konnte auch manches wertvolle Gespräch geführt werden und es war eine Begegnung von aktiven, hilfsbereiten Menschen. Das allein war schon die mancherlei Aufwände wert und es hat sich gelohnt. Es konnten dann fast 70 Spender registriert werden, was für ein „Erstes Mal“ auch von allen Beteiligten als zahlenmäßig guter Erfolg gewertet werden kann.

DRK: Würden Sie nochmals ein gemeinsames Projekt mit dem DRK Nußbaum machen wollen?

M. Hagel: Ja. Selbstverständlich muss auch die Zeit dafür da sein, denn wir machen auch andere Aktionen wie z.B. das Sammeln von Nahrungsmitteln für die Tafeln, die Beteiligung am Programm der Kinderferientage oder auch nach innen gerichtete Gemeinschaftsaktionen. Wenn sich eine passende Gelegenheit bietet, die auch für beide Beteiligte, das DRK und die Neuapostolische Kirche einen entsprechenden Sinn ergibt, sind wir gerne wieder bereit für ein gemeinsames Projekt mit dem DRK.

DRK: Auch Blutspenden?

M. Hagel: Ja, auch Blutspenden, wenn das DRK mit dem Erfolg auch zufrieden war und das gerne wieder bei uns machen würde.

DRK: Vielen Dank für Ihre Zeit und das nette Interview

M. Hagel: Gerne, ich danke Ihnen auch.

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